Verlagstitel

Maximilian Kolbe

kolbe maximilian
 * 7. Januar 1894 in Zduńska Wola (damals Russland, heute Polen); † 14. August 1941 im KZ Auschwitz

 

Pater Maximilian Kolbe OFM, wurde am 7. Januar 1894 in Zdunska-Wola bei Lódz (Polen) geboren. Seine einfachen, frommen Eltern liessen ihn auf den Namen Raimund taufen. Als er 10 Jahre alt war, erschien ihm die Muttergottes. Diese zeigte ihm, eine weisse und eine rote Krone, und sagte: „Welche Krone willst Du? Die weisse bedeutet die Bewahrung der Reinheit, die rote das Martyrium”. Raimund antwortete ihr: „Ich wähle beide!”. Im Jahr 1907 trat er ins Knabenseminar der Franziskaner in Lemberg ein, wo er 1911 die zeitlichen Gelübde ablegte. 1912 wurde er zum Studium nach Rom geschickt. Dort legte er am Fest Allerheiligen 1914 die ewigen Gelübde ab und wurde am 28. April 1918 zum Priester geweiht. Als Doktor der Philosophie und Theologie kehrt P. Maximilian 1919 nach Polen zurück, allerdings schwer an Tuberkulose erkrankt. Die Ärzte rechnen mit seinem baldigen Tod. Während des langen Aufenthalts im Sanatorium werden einige Freigeister durch seine Vorträge und Gespräche bekehrt. Nachdem er sich etwas erholt hat, widmet er sich mit Eifer der Ausbreitung der Militia Immaculatae, die er noch in seiner Studienzeit in Rom gegründet hatte.

1922 gab er die erste Nummer einer Zeitschrift heraus mit dem Titel: „Der Ritter der Unbefleckten”. Die Kosten wurden durch zusammengebettelte Spenden gedeckt. Von 1922 - 1927 war er mit seiner kleinen Druckerei im Kloster in Grodno stationiert. Wegen des Andrangs der Berufungen und der Ausweitung des Schriftapostolates verlässt er Grodno und gründet 1927 Niepokalanów, die „Stadt der Unbefleckten”, in welcher er er zum Oberen ernannt wurde. Von 1930 - 1936 wirkte er als Missionar in Nagasaki/Japan als Professor der Philosophie am Priesterseminar. Dort gründet er auch eine zweite „Stadt der Unbefleckten” (Mugenzai no Sono), die sich zu einem der grössten Missionszentren Japans entwickelt. Von 1936 bis zu seinem Tod führte er wiederum als Guardian die Niederlassung Niepokalanów in Polen, welche sich unter seiner Leitung zu einer der grössten Hochburgen des geistlichen Lebens und des Apostolates entwickelt. 1922 hatte sein Schriftapostolat mit zwei Ordensbrüdern mit der Herausgabe eines armseligen Blättchens bei einer Auflage von 5000 Exemplaren begonnen. 1939, am Vorabend des II. Weltkrieges zählte die Schar der Ordensbrüder 762 Personen, mit einer gigantischen Presse (Tageszeitung, Monatsschrift, Kalender, Bücher etc. in verschiedenen Sprachen gedruckt). Die „Stadt der Unbefleckten” wird vom Krieg schwer heimgesucht. Viele Brüder kommen um, einige in Konzentrationslagern. Am 17. Februar 1941 wurde Pater Maximilian verhaftet und am 29. Mai ins Konzentrationslager Auschwitz eingeliefert. Dort bat er den Kommandanten einen zum Tod verurteilten Familienvater ersetzen zu dürfen. Er überlebte 11 Tage im Hungerbunker wo er die anderen Verurteilten auf die Ewigkeit vorbereitete. Am 14. August, der Vigil von Mariä Himmelfahrt, wurde er durch eine Giftspritze getötet.

Seine Seligsprechung erfolgt im Jahre 1971, seine Heiligsprechung im Jahre 1982.

 

Werke

 

Der hl. Maximilian Kolbe hat selber keine Bücher geschrieben aber unzählige Artikel in Zeitschriften und Briefe. Darüber hinaus existieren Notizen von Mitbrüdern von Äusserungen, Vorträgen und Predigten des Heiligen, welche in den verschiedensten Publikationen veröffentlich wurden. Leider davon sehr wenig in deutscher Sprache. Hier ein Auswahl:

 

- Lass Dich von der Immaculata führen. Wahre Hingabe an Maria mit den Worten des hl. Maximilian Kolbe. Alverna Verlag, Wil 2015.

- Die Immaculata unser Ideal. Der Geist der Militia Immaculatae nach P. Maximilian Kolbe. P. Karl Stehlin. Sarto Verlag, Stuttgart 2004.

- Wer bist Du, o Immaculata? P. Karl Stehlin, Sarto Verlag, Stuttgart 2006.

- Jedem ist der Weg gewiesen. Texte eines Martyrers. Löscher Paul, Schwabenverlag, Ostfieldern 1977.

 

 

Der Autor im Internet

 

Militia Immaculatae info

Wikipedia

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